Bauern und Kötter



Untertitel:  Die Geschichte der Bauerngemeinde Dahl und ihrer Höfe
Anmerkungen:  Kartoneinband, 25 s/w Fotos und Abbildungen, 4 Karten
Autor:  Werner Ide
Verlag:  Hammerschmidt
Veröffentlichungsdatum:  1935
Veröffentlichungsort:  Hagen
Seiten:  256 Seiten
Preis:  Antiquariat
ISBN: 


Inhaltsangabe: 

In diesem Buch wird die Geschichte der in Dahl ansässigen Bauern- und Kötterfamilien berichtet. Explizit aufgeführt sind das Höfeverzeichnis von 1486, die Contribualen von 1705 und das Heberegister von 1756/57. Auf ettlichen Schwarz/Weiß-Fotos werden alte Gehöfte gezeigt.


Meinung: 

Wenn man Vorfahren in dem Ort Dahl bei Hagen hat, dann ist das Buch von Werner Ide eine unschätzbare Quelle an Fammiliengeschichten und -informationen. Allerdings sollte man wissen, daß der Autor allem Anschein nach und entsprechend seiner Zeit ein überzeugter Nationalsozialist war und dies auch in den Texten mal mehr, mal weniger deutlich anklingen läßt. Das ist mehr als unschön, bei einem Werk aus dieser Zeit wohl aber unvermeidlich.

Gedruckt wurde das Buch in Frakturschrift, die Abbildungen sind schwarz/weiß. Am Ende findet sich noch ein Nachtrag mit Verbesserungen, die vor Druckende anscheinend nicht rechtzeitig fertig gewesen sind. Das Register ist alphabetisch, bei verschiedenen Schreibweisen erfolgt ein Hinweis auf eine standardisierte Form. Auch die Quellenangabe fehlt nicht.

Mit den Daten, die Ide angibt, sollte man vorsichtig sein. Manche können einfach nicht stimmen und müssen, wo es möglich ist, nachrecherchiert werden. Ein Beispiel dafür ist folgendes: Vor dem Richter Johann von Sodingen in Hagen erschienen laut Ide 1522 Martin Hunsdicke und seine Ehefrau Grete, im weiteren Verlauf wird dieses Ehepaar noch 1559 und 1572 vor besagtem Richter erscheinen. Das ist nach Angaben des Autors urkundlich belegt, tatsächlich trat der Richter sein Amt in Hagen aber erst im Jahr 1543 an.

Wenn überhaupt, dann wird das Buch in Antiquariaten angeboten und das für happige € 80,00. Auch bei eBay findet man hin und wieder ein Exemplar und wenn man ganz viel Glück hat, kann man ein richtiges Schnäppchen machen. Über die Fernleihe ist es auf jeden Fall ausleihbar und das ist natürlich die günstigste Variante.

Luise Wenkheimer

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