Kölner Straßennamen erzählen



Untertitel:  Von Schaafenstraße bis Filzengraben
Anmerkungen:  Mit Fotografien von Thilo Schmülgen
Autor:  Ilona Priebe
Verlag:  J.P. Bachem Verlag
Veröffentlichungsdatum:  01.01.2008
Veröffentlichungsort:  Köln
Seiten:  48 Seiten mit 2 sw und 46 farb. Abbildungen, 22 Illustrationen, 21,0 x 14,8 cm, kartoniert
Preis:  vergriffen
ISBN:  978-3-7616-2205-6


Inhaltsangabe/Verlagsinformation: 

Was verbirgt sich eigentlich hinter Straßennamen wie "Unter Fettenhennen", "Im Ferkulum" oder "Krebsgasse"? Die bekannte Stadtführerein Ilona Priebe verrät, wer im mittelalterlichen Köln was und vor allem wo zu tun hatte. So folgt sie dem Weg der Schafe und Rinder, die in die Stadt durch die Schaafenstraße zum Verkauf auf den Viehmarkt getrieben wurden. Auf ihre weitere Verarbeitung lassen die Fleischmenger- oder Kostgasse und die Kämmergasse schließen. An das Färberviertel rund um den Duffesbach erinnern Waidmarkt und Blaubach, das Metall verarbeitende Gewerbe arbeitete in der Streitzeug-, Kupfer- oder Schwertnergasse. Erfahren Sie, ob es in der Paradiesgasse wirklich paradiesisch zuging und wohin die Schmiergasse führte.


Meinung: 

Die Autorin Ilona Priebe lädt den Leser wieder einmal zu einer Stadtbesichtigung ein. Dieses Mal geht es um die Straßen, die das Gesicht der Stadt schon seit Jahrhunderten prägen, und zu deren Geschichte und Bedeutung.

Man könnte das Buch eigentlich mit wenigen Worten beschreiben: drin ist, was drauf steht. Ausgestattet mit schönen Illustrationen von Thilo Schmülgen bietet es nicht nur Informationen sondern auch etwas für das Auge. Die manchmal schon merkwürdinge anmutenden Straßennamen Kölns werden auf ihren historischen Hintergrund hin betrachtet und wirken nach der Lektüre nicht mehr ganz so sonderbar.

Gegliedert ist der Inhalt in drei Abschnitte:
· Der Weg der Schafe und Rinder - Vom Tier zum Tuch,
· Von Handwerkern und Kaufleuten - Ein Spießbürger kommt selten allein und
· Kurioses und Merkwürdiges - Wo Ferkel nach Rosen duften.
Entsprechend geht es daher um Tiere und Tierprodukte verarbeitenden Berufe, handwerkliche und kaufmännische Berufe und Absurditäten und deren Einfluß auf die Benennung der Straßen, deren Bedeutung, vor allem im letzten Abschnitt, oft etwas völlig anderes aussagt, als es im ersten Augenblick scheint.

Dabei erfährt der Leser auch vieles über das Procedere, mit dem die Menschen früher ihre Arbeit verrichteten und das war doch um einiges anders als in der heutigen Zeit. Vielfach hatten die Häusernamen, die den jeweiligen Besitzer anzeigten, Einfluß auf den Straßennamen. Und manchmal findet sich die Herkunft des Namens sogar noch in der Römerzeit.

Es gibt viele Bücher, die sich mit den Kölner Straßen befassen, doch "Kölner Straßennamen erzählen" nimmt sich des Themas sehr unterhaltsam an. Derzeit bietet der Bachem Verlag das Buch für € 1,95 an, ein Angebot, auf das man in jeden Fall eingehen sollte, wenn man sich für Köln und seine Geschichte interessiert.

Luise Wenkheimer

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